Der grundlegende Unterschied zwischen PNG und JPG liegt in der Art der Komprimierung: JPG nutzt verlustbehaftete Komprimierung (lossy) und verwirft einen Teil der Daten, um kleinere Dateien zu erzeugen. PNG nutzt verlustfreie Komprimierung (lossless) und bewahrt jeden Pixel exakt wie im Original. Diese Unterscheidung bestimmt alles — Qualität, Dateigröße, Transparenz und den besten Anwendungsfall für jedes.

Direkter Vergleich

MerkmalPNGJPG
KomprimierungstypLossless (verlustfrei)Lossy (verlustbehaftet)
Transparenz (Alphakanal)✅ Unterstützt❌ Unterstützt nicht
Ideal für Fotografien❌ Nein — große Datei✅ Ja — sehr effizient
Ideal für Logos und Icons✅ Ja — scharfe Kanten❌ Nein — sichtbare Artefakte
Ideal für Screenshots mit Text✅ Ja❌ Nein — unscharfer Text
Dateigröße (Foto)3–10× größer als JPGReferenz (1×)
Erneutes Speichern ohne kumulativen Verlust✅ Ja❌ Nein — verschlechtert sich bei jedem Speichern
KompatibilitätUniversalUniversal
Animationsunterstützung❌ Nicht nativ❌ Nein

Wie jedes das Bild komprimiert

JPG teilt das Bild in 8×8-Pixel-Blöcke und wendet die Diskrete Kosinustransformation (DCT) an, um hochfrequente Informationen zu eliminieren, die das menschliche Auge weniger wahrnimmt. Bei Fotos — mit sanften Verläufen und natürlichen Farbvariationen — ist dieses Verwerfen fast nicht wahrnehmbar. Bei scharfen Kanten und Flächen einheitlicher Farbe (Text, Logos, Icons) erzeugen die 8×8-Blöcke sichtbare Flecken, genannt JPEG-Artefakte.

PNG nutzt den DEFLATE-Algorithmus (verlustfreie Komprimierung), um die Pixeldaten effizienter zu organisieren, ohne etwas zu verwerfen. Jeder Pixel wird exakt bewahrt. Bei Fotos ist dieser Ansatz ineffizient — riesige Dateien ohne visuellen Gewinn. Bei Bildern mit scharfen Kanten und Flächen einheitlicher Farbe macht das Fehlen von Artefakten den entscheidenden Unterschied.

⚠️ Vorsicht bei JPG-Komprimierungszyklen: Jedes Mal, wenn ein JPG geöffnet und erneut gespeichert wird, wird die Komprimierung auf bereits komprimierte Daten angewendet. Nach 5–10 Zyklen wird die Verschlechterung sichtbar. Arbeite immer von der Originaldatei aus und exportiere erst im letzten Schritt zu JPG.

Wann PNG verwenden

Wann JPG verwenden

Und WebP?

WebP ist das moderne Format, das mit beiden konkurriert: Es erzeugt Dateien, die 25–35% kleiner sind als JPG bei Fotos und 20–30% kleiner als PNG bei Grafiken, mit Transparenzunterstützung. Für die Web-Nutzung 2026 ist WebP in praktisch allen Fällen, in denen JPG oder PNG verwendet würden, die effizientere Wahl. Sieh den vollständigen Vergleich in PNG vs. WebP und JPG vs. WebP.

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Hat PNG immer bessere Qualität als JPG?
Nein. Bei Fotografien ist ein mit 85–90% Qualität gespeichertes JPG visuell nicht vom PNG zu unterscheiden — und die Datei kann 5–10 Mal kleiner sein. PNG hat überlegene Qualität für Logos, Icons und Text, weil seine verlustfreie Komprimierung scharfe Kanten bewahrt, die JPG verzerrt.
Kann ich JPG in PNG konvertieren und die Qualität verbessern?
Nein. Ein bereits komprimiertes JPG zu PNG zu konvertieren stellt die durch die Komprimierung verworfenen Daten nicht wieder her — das PNG bewahrt exakt die Pixel des JPG, einschließlich der Artefakte. Um ein hochwertiges PNG zu erhalten, muss man vom Originalbild vor jeglicher Komprimierung ausgehen.
Warum hat mein Logo nach dem Speichern als JPG fleckige Kanten?
Weil der 8×8-Block-Algorithmus von JPG Flecken (Artefakte) um scharfe Kanten und Flächen einheitlicher Farbe erzeugt — genau das, woraus die meisten Logos bestehen. Nutze für Logos immer PNG (mit transparentem Hintergrund) oder SVG.